Besondere Attraktion: In Kopenhagen eröffnet 2027 ein neues Museum

In Kopenhagen eröffnet im kommenden März eine neue Attraktion für Besucherinnen und Besucher. Viel Geld wurde investiert, um das Naturhistorische Museum Dänemarks im Herzen der Hauptstadt in ein Gesamtkunstwerk zu verwandeln.

Eine Aufnahme aus dem botanischen Garten in Kopenhagen.
Eine Aufnahme aus dem botanischen Garten in Kopenhagen. Foto: iStock via Getty/Arnold Petersen

Nicht nur mit seinen Ausstellungen, auch mit seiner außergewöhnlichen Architektur wird das Naturhistorische Museum Dänemarks künftig vermutlich viele anlocken. Direkt am Rande des botanischen Gartens gelegen, verschlägt es Besucherinnen und Besucher im neuen Museumsgebäude unter die Erdoberfläche.

Von Lundgaard & Tranberg Architects und Claus Pryds entworfen, soll das neue Museum unterirdische Galerien mit oberirdischen Bauwerken verbinden. Von in der Natur organisch vorkommenden Formen inspiriert, führt etwa eine große geschwungene Treppe hinunter zu den neuen Ausstellungsflächen.

Die Menschen und das Universum

Für die rund 7.000 Quadratmeter an Ausstellungsfläche sind acht neue Ausstellungen angekündigt: "Universum", "Erde", "Leben", "Dänemark", "Arktis", "Biodiversität", "Menschen" und "Ozeanhalle". Auf weiteren 2.000 zugänglichen Quadratmetern finden sich unter anderem ein Restaurant, ein Café- und Essbereich und weitere öffentliche Bereiche.

Hinzu kommen etwa 22.500 Quadratmeter an Flächen für Lagerräume, Labore, Büros und dergleichen sowie rund 500 Quadratmeter mit Einrichtungen, die für den Unterricht von Schülerinnen und Schülern gedacht sind. Das bisherige Museumsgebäude ist noch bis zum 1. November 2026 geöffnet, die neuen Bereiche können von der Öffentlichkeit ab dem 6. März 2027 betreten werden. Zusammen mit renovierten älteren Gebäuden nehmen sie insgesamt eine Fläche von 32.000 Quadratmetern ein. In einer Pressemitteilung ist die Rede von einer der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte, wenn es um Museen in Dänemark geht.

Ausstellungen für "alle Sinne"

"Wir haben ein unterirdisches Universum aus Galerien erschaffen, in das das Tageslicht sanft durch Oberlichter hereinfällt und in dem man stets die Verbindung zwischen der Landschaft oben und den Räumen unten spürt", erklärt Lene Tranberg von Lundgaard & Tranberg Architects. Die Galerien sollen "alle Sinne ansprechen".

Die Museumsdirektorin Nina Rønsted fügt an: "Unsere Vision ist es, einen Leuchtturm für die Zukunft der Naturgeschichte zu schaffen, der die Verbindung zwischen Mensch und Natur stärkt." Die Natur befinde sich in einer Krise und viele Menschen fühlten sich von ihr entfremdet. Sie sieht es als wichtigste Aufgabe, wieder eine Verbindung der Menschen mit der Natur herzustellen "und Staunen zu wecken, das Veränderungen anstoßen kann".

Ob die Eintrittspreise bis zum kommenden März angepasst werden könnten, ist nicht bekannt. Aktuell zahlen Erwachsene pro Ticket umgerechnet etwas mehr als 15 Euro. Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren erhalten genauso wie beispielsweise Studentinnen und Studenten Zutritt für unter sieben Euro. Eltern können Kleinkinder bis zu zwei Jahren kostenlos mitnehmen.

(wue/spot)