Abzocke bei der Währungsumrechnung: So schützen Urlauber ihr Budget

Falsche Wechselkurse, versteckte Gebühren und irreführende Euro-Angebote können den Urlaub unnötig verteuern. Wer Bargeld richtig tauscht und beim Bezahlen mit Karte einige Regeln beachtet, spart oft viel Geld. So schützen Urlauber sich vor den häufigsten Kostenfallen im Ausland.

Bei der Währungsumrechnung kommt es immer wieder zu Betrügereien.
Bei der Währungsumrechnung kommt es immer wieder zu Betrügereien. Foto: iStock via Getty/MathiasPodstawka

Die Vorfreude auf den Urlaub ist groß, doch beim Bezahlen im Ausland lauern oft versteckte Kosten. Schlechte Wechselkurse, hohe Gebühren oder vermeintlich praktische Euro-Abrechnungen können die Reisekasse unnötig belasten. Das Ärgerliche daran: Viele Urlauber bemerken die zusätzlichen Kosten erst nach der Rückkehr, wenn sie ihre Konto- oder Kreditkartenabrechnung prüfen. Mit etwas Vorbereitung lassen sich diese Fallen jedoch vermeiden.

Schon vor der Reise den Geldwechsel planen

Wer außerhalb der Eurozone Urlaub macht, sollte sich bereits einige Tage oder Wochen vor der Abreise um etwas Bargeld in der Landeswährung kümmern. Wie der "Spiegel" empfiehlt, reicht oft ein kleiner Betrag für die ersten Ausgaben nach der Ankunft: etwa für Taxi, Bus oder Trinkgeld. Die benötigte Fremdwährung kann in vielen Fällen über die Hausbank bestellt werden. Da einige Banken das Geld erst beschaffen müssen, lohnt sich eine frühzeitige Planung.

Von einem spontanen Geldwechsel am Flughafen raten Experten, beispielsweise "Recharge", eher ab. Dort sind die Wechselkurse häufig schlechter, zusätzlich können Bearbeitungsgebühren anfallen. Wer verschiedene Banken oder Wechselmöglichkeiten vergleicht, spart oft bereits vor Reisebeginn Geld.

Auch im Reiseland ist Vorsicht geboten. Benötigen Urlauber weiteres Bargeld, empfiehlt sich meist ein Geldautomat einer etablierten Bank. Vor der Reise sollte allerdings geprüft werden, welche Gebühren die eigene Bank oder das Kreditkartenunternehmen für Abhebungen im Ausland berechnet.

Beim Bezahlen die Landeswährung wählen

Besonders häufig tappen Reisende in die sogenannte Dynamic Currency Conversion (DCC). Dabei bieten Geldautomaten oder Kartenterminals an, den Betrag sofort in Euro abzurechnen. Das wirkt zunächst komfortabel, ist laut der "Frankfurter Rundschau" jedoch häufig deutlich teurer. Der angebotene Wechselkurs wird nämlich nicht von der eigenen Bank, sondern vom Betreiber des Automaten oder Zahlungsterminals festgelegt und fällt oft ungünstiger aus.

Deshalb gilt außerhalb der Eurozone fast immer dieselbe Empfehlung: Beim Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte sollte die Landeswährung ausgewählt werden. Dann übernimmt in der Regel die kartenausgebende Bank die Umrechnung, meist zu besseren Konditionen. Anders sieht es in Ländern aus, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzen. Dort sollte selbstverständlich direkt in Euro bezahlt werden. Akzeptieren Geschäfte außerhalb der Eurozone freiwillig Euro, lohnt sich dennoch Vorsicht: Oft wird dabei ein schlechter Umrechnungskurs angesetzt.

Fazit: Wer den Geldwechsel rechtzeitig plant, Bargeld nicht am Flughafen tauscht und bei Kartenzahlungen konsequent die Landeswährung auswählt, kann unnötige Zusatzkosten vermeiden. Schon kleine Entscheidungen machen sich am Ende der Reise oft deutlich im Geldbeutel bemerkbar.

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